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Was sind Mindestbestellmengen (MOQs) und wie werden sie berechnet?

27.12.2023
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Online-Shops sind für viele Unternehmer ein Nebenerwerb. Daher lautet die erste Frage stets: „Wie viel Geld brauche ich, um online zu verkaufen?“ Im Grunde geht es darum, mit wie wenig Startkapital man auf Plattformen wie Amazon und eBay beginnen kann. Neueinsteiger im E-Commerce berücksichtigen oft nicht Lagerkosten, Nebenkosten, Logistikkosten und Lieferzeiten. Ein weiterer wichtiger Faktor, den sie außer Acht lassen, sind die Mindestbestellmengen der Hersteller. Die Frage lautet dann: „Wie wenig kann ich in meinen Online-Shop investieren und trotzdem die Mindestbestellmengen der Hersteller für mein Produkt erfüllen?“
Was ist die Mindestbestellmenge?
Die Mindestbestellmenge (MOQ) ist die kleinste Menge eines Produkts, die ein Hersteller abnimmt. MOQs dienen dazu, die Betriebskosten der Hersteller zu decken. Dazu gehören die Mindestbestellmengen der Rohstofflieferanten, die Lohnkosten für die Produktion, die Rüstzeiten der Maschinen und die Opportunitätskosten von Projekten. MOQs variieren von Hersteller zu Hersteller und von Produkt zu Produkt.

Häufig gestellte Fragen zu Mindestbestellmengen
Wer legt die Mindestbestellmengen für Produkte fest?
Letztendlich bestimmen die Hersteller die Mindestbestellmenge. Die auf Marktplätzen wie Alibaba angegebenen Mindestbestellmengen (MOQs) entsprechen oft den Mindestmengen, die diese Hersteller – in der Regel Original Design Manufacturers (ODMs) – für ein bereits produziertes Produkt festgelegt haben. Diese Mindestbestellmenge kann sich jedoch unterscheiden, wenn Sie Produktanpassungen vornehmen lassen, die einen Original Equipment Manufacturer (OEM) erfordern.
Wie werden Mindestbestellmengen berechnet?
Die Mindestbestellmengen werden von den Herstellern festgelegt und anhand einiger Schlüsselfaktoren berechnet, wie z. B. der Einfachheit und den Kosten der Herstellung sowie der Produktgröße. Kleine, einfach und kostengünstig herzustellende Produkte erfordern aufgrund der geringen Gewinnspannen höhere Mindestbestellmengen.
Bei der Berechnung der Mindestbestellmengen müssen Fabriken Folgendes berücksichtigen:
Die Größe des Produkts
Die Komplexität des Produkts
Gemeinkosten
Kosten für Formgebung und Werkzeuge
Mindestbestellmengen und Kosten für Rohstoffe
Arbeitsstunden
Maschinenstillstand
Sind Mindestbestellmengen verhandelbar?
Das ist durchaus möglich! Allerdings sollten Sie Ihre Lieferantenbeziehung nicht damit beginnen, niedrigere Mindestbestellmengen auszuhandeln. (Genau genommen sollten Sie bei Ihren ersten Bestellungen überhaupt nicht verhandeln.) Sie und Ihr Lieferant werden sich zunächst abtasten, um sicherzustellen, dass die Geschäftsbeziehung für beide Seiten vorteilhaft ist. Ihr Lieferant möchte sichergehen, dass Sie weiterhin mit ihm zusammenarbeiten, und Sie müssen sich vergewissern, dass sich die Zusammenarbeit lohnt.